Ein Tag in Berlin wird kaum ausreichen, die faszinierende Stadt mit all ihren Facetten zu erleben. Dennoch bleibt Zeit, die historischen Sehenswürdigkeiten und modernen Bauten der Innenstadt und im Scheunenviertel kennen zu lernen, Zeit, bei einem Bummel durch den Tiergarten dem Trubel der Großstadt hinter sich zu lassen und am Abend Berlins Nachtleben in vollen Zügen zu genießen.
Frühstücken
Um bereits kulinarisch mit einem Highlight in den Tag zu starten, begibst Du Dich zum Frühstücken in den Deutschen Bundestag. Das Dachgartenrestaurant Käfer im Deutschen Bundestag steht für erlesene Gaumenfreuden. Gratis dazu gibt es den traumhaften Blick vom offenen Wintergarten auf die Neue Mitte Berlins. Allerdings solltest Du vorab reservieren. Dann bekommst Du über den Nebeneingang Zugang zum Restaurant und musst Dich nicht in die Warteschlange vor dem Gebäude einreihen. Du solltest jedoch bis spätestens 10.15 Uhr vor Ort sein.
Vormittag
Frisch gestärkt steht nun der Besuch des Regierungsviertels an. Am Platz der Republik erhebt sich der Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages. Zu den größten Attraktionen eines Berlin-Aufenthaltes zählt der Besuch des Reichstages, mit seiner 3 000 Quadratmeter großen begehbaren Glaskuppel. Der Weg führt Dich nun zum Spreebogen, wo im Rahmen der Neubebauung “Band des Bundes” zahlreiche attraktive Neubauten entstanden. Der monumentale Komplex des Bundeskanzleramtes zählt mit einer Gesamtfläche von 12 000 Quadratmetern zu den größten Regierungshauptquartieren weltweit. Das Ensemble komplettieren das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und das Paul-Löbe-Haus. Beide Gebäude bilden architektonisch eine Einheit und sind durch eine Brücke über die Spree miteinander verbunden.
Nicht verfehlen kannst Du das nächste Ziel. Weithin sichtbar erhebt sich das Brandenburger Tor, lebendiges Zeugnis deutscher Geschichte und eines der imposantesten Bauwerke der Hauptstadt. Zu den ersten Adressen Berlins zählt auch das Hotel Adlon am Pariser Platz. Der Neubau des Traditionshotels konnte 1997 übergeben werden. Setzt Du Deinen Weg durch das Brandenburger Tor fort, gelangst Du zu einem beeindruckenden Stelenfeld, dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Das Holocaust Mahnmal verfügt zusätzlich über einen unterirdischen Ort der Information, wo Interessierte sich intensiver mit dem Völkermord auseinander setzten können.
Wer zu den Frühaufstehern zählt und Motivation genug besitzt, kann nun einen Abstecher in den Tiergarten unternehmen. Die 200 Hektar große Grünfläche ist ein viel besuchtes Erholungsgebiet, in dem Du ausgedehnte Spaziergänge machen kannst. Auf der Straße des 17. Juni erhebt sich inmitten des Platzes “Großer Stern” die Siegessäule. Das Sowjetisches Ehrenmal stellt einen in Bronze gegossenen Soldaten der Roten Armee dar, welcher von zwei Panzern flankiert wird. Am Westrand des Tiergartens verdient Schloss Bellevue Beachtung. Der Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten wurde Ende des 18. Jahrhunderts im frühklassizistischen Stil errichtet. Am Spreeufer im Großen Tiergarten macht Haus der Kulturen der Weltmit fremden Bräuchen und Traditionen vertraut.
Wer spät dran ist, lässt den Tiergarten aus und wendet sich dem Potsdamer Platz zu. Das nach der deutschen Wiedervereinigung zum Großteil neu bebaute Terrain gilt als Verkehrsknotenpunkt und einer der meist besuchten Orte Berlins. Der Blick fällt auf das Sony Center. In vierjähriger Bauzeit entstand eine imposante Glas- und Stahlkonstruktion, welche eine Vielzahl an Geschäften und Freizeiteinrichtungen beherbergt.
Nun lohnt es, einen Blick auf die Freiluft-Ausstellung Topographie des Terrors zu werfen, welche zwischen Potsdamer Platz, Anhalter Bahnhof und der alten Stadtmitte versucht, die Schrecken des Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Jüngere deutsche Geschichte wird am einstigen Grenzposten Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße dokumentiert.
Mittagessen
Setzt Du Deinen Weg die Friedrichstraße hinauf fort, stehst Du vor dem Komplex der Friedrichstadtpassagen. Hungrig geworden, steuerst Du die Gourmetabteilung im Untergeschoss des Konsumtempels an. Französische Köstlichkeiten, von duftenden Croissants bis hin zu Austern und Pasteten, lassen keine Wünsche offen.
Nachmittag
Dein Besichtigungsprogramm führt Dich nun in östlicher Richtung weiter zum Gendarmenmarkt, dem wohl schönsten Platz Berlins. Das Konzerthaus und der Deutsche und Französische Dom bilden ein einzigartiges bauliches Ensemble und tragen die Handschrift des genialen preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel. Folgst Du der Friedrichstraße in nördlicher Richtung, gelangst Du zur Flaniermeile Unter den Linden. Der einstige kurfürstliche Reitweg wird heute von stolzen Bauten flankiert. Dorische Säulen bestimmen das Bild der Neuen Wache, der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland. Es folgt mit der Staatsoper das älteste noch heute bespielte Opernhaus der Welt. Der Bebelplatz wird beherrscht von der Sankt-Hedwigs-Katehdrale. Ihre mächtige Kuppel wurde dem Pantheon in Rom nachempfunden.
Entlang der Schlossbrücke überquerst Du die Spree und näherst Dich der berühmten Museumsinsel. Zunächst erblickst Du den Berliner Dom, prächtiges Symbol der Macht- und Geltungssucht der deutschen Kaiserzeit. Nun kannst Du selbst entscheiden, ob Du dem Alten Museum einen Besuch abstattest oder Dir den weltberühmten Pergamon-Altar im Pergamonmuseum anschaust. Danach führt der Weg weiter die Spree entlang. Zurück an der Friedrichstraße biegst Du rechts ein und folgst ihrem Verlauf bis zur Oranienburger Straße.
Nachmittags-Imbiss
Es ist Zeit für einen süßen Snack am Nachmittag. Dazu besuchst Du das alternative Kunsthaus Tacheles, wo Du es Dir in einem Café gemütlich machen kannst oder bei schönem Wetter den Biergarten aufsuchst.
Entlang der Oranienburger Straße erreichst Du die Neue Synagoge & Centrum Judaicum, deren goldene Kuppel sich über den Dächern der Spandauer Vorstadt erhebt. Mit den verwinkelten Hackeschen Höfe gelangst Du nun in Deutschlands größten Wohn- und Gewerbehof. Das 1906 entstandene Areal dehnt sich auf acht Innenhöfe aus und zählt zu Berlins exklusivsten Wohn- und Büroadressen.
Abendessen
An der Alten und der Neuen Schönhauser Straße angelangt, wird Dir die Wahl einer Location für das Abendessen nicht leicht fallen. Beste Mittelmeerküche serviert das Cantamaggio (unbedingt reservieren). Bei Monsieur Vuong kannst Du Dich mit leckerer Wan-Tan-Suppe verwöhnen lassen und mit einem Energie-Shake für Deinen Ausflug in das Berliner Nachtleben stärken.
Abendprogramm
Viel zu schnell geht der Tag zu Ende, doch, keine Angst, an der Spree ist dies noch lange nicht der Fall. Möchtest Du, dass Dir Berlin zu Füßen liegt, lohnt die Auffahrt zum Panoramarestaurant des Fernsehturm, welches bis 24.00 Uhr Gäste empfängt. Wer in Partystimmung ist, sollte sich in den Trubel im Szene-Bezirk Prenzlauer Berg mischen. Um den Kollwitzplatz und der Kastanienallee pulsiert das Leben, besonders beliebt sind die Volksbar, der Berliner Prater oder White Trash. Kulturinteressierte werden die skurrile Blue Man Group oder die hochkarätigen Musical-Aufführungen des Theater des Westens verzaubern. Für jeden Geschmack etwas im Programm haben auch das Maxim Gorki Theater, der Quatsch Comedy Club oder der Friedrichstadtpalast.





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